Das Zeitparadox


Eoin Colfer

Eoin Colfer

Eoin Colfer, in Irland geboren, war Lehrer, bevor er mit den Büchern über den Meisterdieb „Artemis Fowl“ weltbrühmt wurde. Im neuen 6. Band „Das Zeitparadox“ reist Artemis gemeinsam mit der Elfe Holly in die Vergangenheit und trifft dort auf seinen schwierigsten Gegner – sich selbst. Die Schüler der „Berliner Literaturinitiative“ Sophia Elz (18), Anna Clara Amler (17), Lucas Raatz (13) und David Helbig (17) waren als alte Fans von dem in typisch ironischem Colfer-Ton gehaltenen und intelligent konstruierten Artemis-Abenteuer begeistert. Anlässlich des Auftakts seiner Lesereise sprachen sie mit dem Bestsellerautor in Berlin.

Auch mit dem neuen Buch „Das Zeitparadox“ erweisen Sie sich als Spezialist für überraschende Wendungen. Wissen Sie im Voraus, wie sich die Geschichte entwickelt oder schreiben Sie Kapitel für Kapitel?

Es ist eine Mischung aus beidem. Ich habe einen Plan, aber die meisten kleinen Details und Ereignisse ergeben sich, während ich schreibe. Aber vieles funktioniert auch nicht. Wenn ich ein Buch schreibe, ist es am Anfang doppelt so dick wie am Ende. Ich bin sehr grausam zu mir selbst und schmeiße die Hälfte wieder raus.

„Das Zeitparadox“ ist eine knifflige philosophische und logische Aufgabe: Kann man seine eigene Gegenwart verändern, wenn man die Möglichkeit hat, in seine eigene Vergangenheit einzugreifen? Haben Sie sich für das Buch viel mit Theorien dazu beschäftigt?

Ich habe unglaublich viel gelesen zur Theorie der Zeitsprungs und der Lichtgeschwindigkeit und all dieser Dinge, von denen die Leute meinen, dass sie bei einer Zeitreise vorkommen müssen und dann habe ich es doch ignoriert. Ich habe einen magischen Zeittunnel erfunden, aber das war leider sehr kompliziert, weil es so viele Möglichkeiten gibt und das Ganze musste doch logisch und ausgeglichen bleiben. In den letzten beiden Büchern sind wir durch die Zeit gereist, aber damit habe ich jetzt abgeschlossen. Ich würde als nächstes gerne ein Buch schreiben, in dem Magie eine kleinere Rolle spielt, so dass die Charaktere gezwungen sind, zu überleben. Vielleicht setze ich sie in der Wüste aus oder so was.

Artemis verändert sich immer mehr zum Guten, in dem neuen Buch rettet er nicht nur seine Mutter, sondern fast die ganze Welt. Wie gut kann er noch werden, bevor er langweilig wird?

In dem neuen Buch tut er zwar Gutes, aber nur aus persönlichen Gründen. Wenn er wirklich ganz uneigennützig etwas Gutes tut, dann ist die Serie zu Ende.

Sie waren früher Lehrer in fernen Ländern, jetzt sind Sie Beststellerautor. Welchen Beruf würden Sie ausüben, wenn das mit dem Schreiben nicht mehr klappt?

Zuerst würde ich versuchen, mit dem Geld, was ich habe, bis an mein Lebensende auszukommen. Falls das nicht klappen würde, würde ich auch gerne wieder als Lehrer arbeiten. Ich mag diese Arbeit. Übersee könnte ich mir durchaus wieder vorstellen oder vielleicht auch Mexiko. Ich würde meine Frau und meine Kinder ins Flugzeug packen und wir würden ein tolles Abenteuer zusammen erleben. Na ja fast, leider müsste ich ja dann doch wieder arbeiten.

Eoin Colfer, Artemis Fowl – Das Zeitparadox, List Verlag, Berlin 2009, (Taschenbuch 2010:  8,95 €)

Advertisements

Ein Gedanke zu „Das Zeitparadox

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s