Wir beide, irgendwann


Eigentlich ist Emma ein ganz normaler Teenager, der vor allem ihre Freunde und den nächsten Wettkampf im Kopf hat. Doch das ändert sich schlagartig, als sie ihren ersten Computer bekommt, sich im Internet einloggt und die Seite Facebook entdeckt, mit der sie 15 Jahre in die Zukunft sehen kann. Und ihre Zukunft sieht nicht gerade rosig aus…

 „Ich scrolle mich gerade durch eine Liste verschiedenerer Bildschirmschoner, als es an der Tür klingelt. „Emma“, ruft meine Mom.“Josh ist da!“ Eine echte Überraschung. Josh Templeton wohnt direkt neben uns. Als Kinder sind wir ständig zwischen unseren Häusern hin und hergelaufen. Auch in der Highschool waren wir unzertrennlich, bis sich im letzten November alles verändert hat.“

Wie können meine heutigen Handlungen die Zukunft beeinflussen? Und wie kann ich mein Leben so leben, wie es mir wirklich gefällt? Solche philosophischen Fragen stellt sich Emma, 16, ein ganz normaler Teenager des Jahres 1996, eigentlich nicht. Doch dann steht eines Tages Josh in der Tür und bietet ihr Hilfe mit dem Internet an. Emma loggt sich mit Joshs Hilfe ein und landet per Zufall auf der Facebook-Seite (Facebook gab es damals noch gar nicht) einer gewissen Emma Nelson. Diese trägt nicht nur ihren Namen, sondern sieht auch genauso aus wie sie – nur 15 Jahre älter. Zuerst halten sie beiden das Ganze für einen Witz, denn diese gewisse Emma ist arbeitslos und unglücklich verheiratet. Doch als Emma sich am nächsten Tag wider einloggt, stellt sie weitere Parallelen fest, und bemerkt, dass bestimmte Handlungen von ihr die Facebook-Einträge verändern. Sie weiht Josh in die Geschichte ein. Der will auch sein Profil sehen und ist begeistert: Er wird seinen Traumjob haben und den Star der Schule heiraten. Emma versucht mit allen Mitteln, ihre Zukunft ins Positive zu ändern, mit ungeahnten Folgen…

„Wir beide, irgendwann“ ist das zweite Buch von Jay Asher und das Erste, welches er zusammen mit Caroline Mackler geschrieben hat. Die beiden haben immer abwechselnd ein Kapitel aus Emmas und eines aus Joshs Sicht geschrieben. Dadurch wird es nicht nur nicht langweilig, sondern als Leser versteht man einige Handlungen besser, weil sie von beiden Seiten betrachtet werden. Und auch, wenn einige Dinge etwas altmodisch wirken, und Emma’s und Josh’s Clique für heutige Verhältnisse komisch wirkt, ist genau dieser Aspekt nach kurzer Zeit sehr interessant. Man sieht, was sich in 15 Jahren alles verändert hat. Außerdem sind beiden Protagonisten sehr sympathisch und alle Handlungen nachvollziehbar. Ein schnell durchgelesenes Buch mit überraschendem Ende!

Jay Asher, Carolyn Mackler, Wir beide, irgendwann, cbt Verlag 2012, € 17,99, ab 12 Jahren

Fricka Lindemann, 12 Jahre

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