Meister der Tarnung, Überlebenskünstler in der Tierwelt


Meister_der_TarnungManchmal können Tiere kann schön schlau sein. In dem Buch geht es darum, wie Tiere andere Tiere austricksen, damit sie nicht entdeckt und gefressen werden. Es gibt viele tolle Bilder, die fast aussehen wie Fotos und man kann viel lernen, z.B. was Mimikry ist.

Mimikry, das ist, wenn ein Tier so tut, als wäre es ein anderes, gefährlicheres. Die Schwebfliege z.B. tarnt sich als Wespe, damit das Chamäleon sie nicht frisst. Es gibt aber auch andere Formen der Anpassung. Ein einzelnes Zebra z.B. ist mit seinen Streifen sehr auffällig, aber in der Herde erzeugen die Streifen ein Bild, das wie Hitzeflimmern aussieht und die Feinde irritiert. Sie wissen nicht genau, ob es überhaupt Tiere sind, was sie sehen, wenn sie aus der Ferne auf eine Zebra-Herde schauen. Oder die Augenkröte: Sie hat riesige Augen, dass sieht ein bisschen eklig aus, wie ein Monster. Sie sind aber so groß, weil sie dann für ein größeres Tier gehalten und nicht angegriffen wird.

Das Buch ist total cool, die Bilder sind gemalt, sehen aber sehr echt aus, fast wie Fotografien, nur schöner. Es ist sehr gut gestaltet, z.B. die dunklen Blätter, hinter denen Gefahr lauert, die Äste, auf denen ein Tier sitzt und die Schatten dazwischen – das ist bestimmt schwer zu malen.

Man findet viele Details und es mach Spaß, danach zu suchen. Der Text ist zum Teil versteckt, man sucht danach und schaut sich dadurch das Bild länger an. Die Schrift ist dann ganz klein und passt sich der Form der Pflanzen und Tiere an, sie hat sich also auch getarnt. Manchmal blättert man zurück und findet noch eine Schrift. Interessant ist auch, dass man oft erst überlegen muss, was man sieht. Der südamerikanische Storch z.B. tarnt sich im Schilf, seine Beine sehen fast genauso wie das Schilfgras aus. Der Frosch sieht das Oberteil des Storches nicht und wittert keine Gefahr. Auch als Leser überlegt man: Wo ist denn jetzt der Storch? und muss ganz genau hinsehen. Dann fliegt der Storch in die Luft, das Wasser spritzt, das wirkt so  lebendig, als wenn es gerade jetzt passieren würde.

Manchmal gibt es eine Folge von Bildern, die aufeinander aufbauen, dadurch entsteht Spannung, oder ein Bild geht auf der nächsten Seite in ein anderes über. Z.B. kommt das  Chamäleon von einem zum anderen Bild näher, aber die Fliege ist dann schon halb weg, das ist sehr gut nachvollziehbar. Auf der letzten Seite fliegt die Eule aus dem Bild, das ist ein schöner Schluss, es sieht aus, als wenn das ganze Buch wegfliegt.

Man blättert das Buch nicht nur durch, sondern macht sich auch Gedanken und kann einiges lernen. Ein bisschen muss man aber auch schon vorher wissen. Der Verlag empfiehlt das Buch ab 5 Jahren, aber wir würden sagen, dass es eher für Kinder ab 8 geeignet ist. Es ist zwar ein Bilderbuch, aber kleinere Kinder verstehen vielleicht den Sinn nicht, sondern finden das Buch nur schön zum Anschauen. Manche Bilder können für sie auch ein bisschen unheimlich sein.

 Annika Siems, Meister der Tarnung, Überlebenskünstler in der Tierwelt, Gerstenberg 2012, ab 5 Jahren,€ 19.95

Die Kinder der Donnerstagsgruppe der BLI in der Schadow-Schule, Klasse 6

Advertisements

3 Gedanken zu „Meister der Tarnung, Überlebenskünstler in der Tierwelt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s