Die Kurzhosengang – Das Totem von Okkerville


Die Kurzhosengang und das Totem von Okkerville von Zoran DrvenkarSnickers, Island, Rudolpho und Zement – das sind seltsamen Namen der Kurzhosengang. Die vier kanadischen Jungs erleben inzwischen ihr gemeinsames drittes Abenteuer.  Sie leben in der kleinen Stadt Okkerville hundert Kilometer nördlich von Toronto.  In dieser Geschichte geht es um das Totem  des kleinen Städtchens. Das Totem ist der persönliche Schutzgeist von Okkerville und plötzlich verschwunden.

„Alles geschah gleichzeitig. Wir flogen und wir rollten und wir flogen und rollten noch ein wenig mehr. Es fühlte sich an, als wären wir eine Stunde in der Luft, obwohl es nur fünfzehn Sekunden waren, dann lag der Samba Bus zehn Meter von der Straße entfernt und die Kurzhosengang war zusammengequetscht wie ein Akkordeon, das nach Luft schnappte.“

Die Kurzhosengang wird eines abends von Kniescheibe, ihrem Sportlehrer, mit dem so genannten Samba Bus abgeholt. Zements Mutter drückt jedem noch einen Rucksack mit Proviant in die Hand und schon geht die Fahrt ins Abenteuer los. Auf der Suche nach dem Totem passieren merkwürdige Dinge: Ein bestimmtes Auto steht immer wieder neben ihnen. Laroux, eine Vampirin oder Hellseherin, gibt ihnen Tipps, wie sie zum Beispiel im tiefen Schnee zu Fuß besser vorankommen. Islands Vater verschwindet und meldet sich aus dem Jenseits. Eine hundert Jahre alte Lok wird wieder flott gemacht und fährt durch meterhohen Schnee. Natürlich spielt auch in diesem Buch die böse Pauligang eine Rolle. Die sind nämlich auch hinter dem Totem her. Die Pauligang zerstört sogar den Samba Bus und die Kurzhosengang muss zu Fuß weiter nach Alaska.

Zoran Drvenkar wurde 1957 in Kroatien geboren. Als er drei Jahre alt war, zog mit seinen Eltern nach Berlin. Er hat einige Zeit in Holland und Irland verbracht und lebt jetzt in der Nähe Berlins in einer Kornmühle. Er ist Schriftsteller seitdem er 22 Jahre alt ist und hat für viele seiner Bücher Unmengen an Preisen erhalten, unter anderem 2004 den Jugendliteraturpreis für die „Kurzhosengang“.

Lustigerweise ist er auch Viktor Caspak und Yves Lanois. Jetzt fragt ihr euch sicher, warum?  Für seine ersten beiden Kurzhosengang-Bände hat er sich diese Schriftstellerkollegen ausgedacht. Erst mit dem dritten Band „Das Totem von Okkerville“ hat er das Geheimnis der Decknamen gelüftet – auch weil er selber gerne Lesungen mit seinem Buch machen wollte.

Das Buch ist sehr lustig, geheimnisvoll und spannend. In jedem Kapitel passiert etwas. Die Kapitel sind eigentlich keine Kapitel, sondern werden von den Kurzhosengang-Mitgliedern, aber auch anderen Charakteren des Buches erzählt. Am Ende ist das Ganze ein tolles Abenteuer, das komplett im Winter spielt – man sollte sich also nicht von dem Namen „Kurzhosengang“ irreführen lassen. Es ist sehr, sehr kalt in dem Buch. Meine Empfehlung lautet: Lesen!

Zoran Drvenkar, Viktor Caspak und Yves Lanois, Die Kurzhosengang – Das Totem von Okkerville, cbj Verlag 2012, ab 10 Jahren,  € 14,90

August Rohr, 11 Jahre

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6 Gedanken zu „Die Kurzhosengang – Das Totem von Okkerville

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