Hedvig! Das erste Schuljahr


HedvigHedvig ist sieben Jahre und freut sich sehr darauf, zur Schule zu kommen, damit sie endlich andere Kinder kennen lernt und sich nicht mehr so langweilt.

„Die Schule ist in Hartem, einem kleinen Dorf, das so weit am Ende der Welt liegt, dass sich fast nie jemand dorthin verirrt. Aber Hedvig schon. Sie hat eine Ewigkeit darauf gewartet, dass es mit der Schule endlich losgeht und sie sich in den Bus setzen und nach Hartem rumpeln kann. Mit dem Fahrrad würde sie das nämlich nie schaffen, dafür wohnt sie viel zu weit weg. Hedvig wohnt nicht einmal am Ende der Welt. Sie wohnt dahinter.“

Bevor es soweit ist, beobachtet sie eines Tages einen Bus, der merkwürdig vor ihrem Haus hin und her fährt. Gemeinsam mit ihrer Mutter vermutet sie, dass es sich hierbei um Ganoven handeln muss. Hedvig freut sich, dass endlich etwas passiert. Aber es sind nur die Busfahrer des Schulbusses, die Hedvig bald zur Schule bringen sollen und wissen müssen, wo sie Hedvig abholen müssen.

Am 1. Schultag ist alles anders, als sie es sich vorgestellt hat. Alle Kinder sehen angespannt aus und keines fröhlich, da wäre sie am liebsten wieder gegangen. Das Mädchen, das neben Hedvig sitzt, ist Linda und sieht besonders grimmig aus. Aber Linda traut sich nicht, ihren Namen zu sagen und Hedvig muss ihr dabei helfen. Da freut sich Linda und lächelt Hedvig an.

„Und noch ehe der Tag um ist, muss der Lehrer Hedvig  und Linda auseinandersetzen, weil sie den Schnabel nicht eine Sekunde lang halten können. Linda ist nicht mehr aufgeregt, sie ist das lustigste Mädchen, dem Hedvig je begegnet ist. Hübsch wie eine Prinzessin, aber geschwätzig wie ein Waschweib. Was für eine tolle Freundin!“

Und seit dem Tag haben Linda und Hedvig nur Unfug im Kopf: Sie spielen mit der Klassenkameradin Ellen Pferd und vergessen das Pferd im Schuppen, sie tun Seife in eine Trinkflasche eines Jungen, sie stecken einen Schuhlöffel in ein Treppengeländer in einem Schuhgeschäft… Als sie der Köchin einen Streich mit Strom und Wasser spielen, können die beiden die Nacht kaum schlafen und Gewissensbisse plagen sie, bis sie am nächsten Morgen feststellen, dass der Köchin nichts passiert ist.

Auch wenn die Ideen der beiden so manche Grenze überschreiten und nicht zur Nachahmung empfohlen sind, so bleibt das Buch doch spannend, wenn man erfährt, wie sie zur Vernunft kommen. Es ist sehr witzig erzählt und die Geschichten können auch gut einzeln vorgelesen werden.

Frida Nilsson, Hedvig! Das erste Schuljahr, Gerstenberg 2012, ab 7 Jahren

Ihab und Janina (5.Kl.) mit Gaby Klusmann

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