Astrid-Lindgren-Preis für argentinische Autorin Isol


landscapeDer diesjährige Astrid-Lindgren-Preis geht an die argentinische Kinderbuch-Illustratorin und Autorin Isol. Dies teilte die Jury am Dienstag im schwedischen Vimmerby mit. Mit fünf Millionen Schwedischen Kronen (592 500 Euro) gilt der Preis als die weltweit höchstdotierte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur.

Der Vorsitzende der Jury, Larry Lempert, sagte, Isol schaffe Bilderbücher aus Sicht des Kindes. Ihre Bilder seien voller Energie und Emotionen. Mehr als 200 Autoren, Illustratoren und Organisationen aus 67 Ländern standen auf der Kandidatenliste.

Die diesjährige Preisträgerin kam 1972 als Marisol Misenta in Buenos Aires zur Welt. Dort lebt sie auch. Ihr erstes Buch, „Vida de perros“ (Hundeleben), veröffentlichte sie 1997. Abgesehen von eigenen Werken illustriert sie auch Bücher anderer Autoren. Auf Deutsch ist von Isol bei Aufbau das Bilderbuch „Wie siehst du denn aus“ (2010) und bei Jungbrunnen „Ein Entlein kann so nützlich sein“ (2012) erschienen. Im Verlag Annette Betz  ist für Juli das Bilderbuch „Überraschung für Nino“ in Vorbereitung.

Auf ihrer Internetseite schreibt Isol über sich selbst:

„Wenn ich ein Formular ausfülle, schreibe ich als Beruf Anfänger. Manchmal schreibe ich Anfänger und Sänger, weil es mehr nach Hippie klingt. Meine Arbeit ist nichts Konkretes. Ich bin einfach da und schaue, was passiert. Ich mache ein Buch pro Jahr, fange es mehrmals an, arbeite die ganze Zeit und bin irgendwann fertig. Bei „Bella Griselda“ wollte ich mit nur vier kräftigen Farben malen. Für Nocturno musste ich lernen, mit leuchtender Tinte zu schreiben. Bei jedem Buch probiere ich etwas neues aus . Sima ist eine Musikband, die ich mit  meinem Bruder mache. Singen ist für mich wie erzählen. Ich möchte, dass man die Worte versteht, die man ‚erzählt’. Ich habe auch angefangen, Comics und Illustrationen für die Presse zu machen, für feministische Magazine und Tageszeitungen. Früher habe ich in der Werbung gearbeitet, aber dort habe ich nichts Gutes gemacht. Am Anfang gab ich meine Sachen selbst heraus. Ich machte Comics, Sticker und fancines. Es ist das Beste, zu zeigen, was man selbst richtig gut findet – besser, als anzufangen, sich an das anzupassen, was von einem verlangt wird.“

Der Preis wurde von der schwedischen Regierung nach dem Tod von Astrid Lindgren ins Leben gerufen. Die 2002 gestorbene Autorin von „Pippi Langstrumpf“ kam 1907 in der Nähe von Vimmerby zur Welt und hat dort auch ihr Grab. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den niederländischen Kinderbuchautor Guus Kuijer.

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