„Achtung, Milchpiraten!“ von Kai Lüftner


Milchpiraten_CoverIrgendwo in der Ostsee liegen die beiden Inseln Ping und Pong. Eines Tages hatte Bruno eine coole Idee. Am ersten Ferientag wollte er eine Party schmeißen. Er lud alle seine Freunde, die Milchpiraten, ein. Die Party sollte in Brunos Garten stattfinden. Sie wollten ein Lagerfeuer machen. Bruno wollte ein Karatekick vorführen, stolperte über seine eigenen Füße und verletzte seinen Kopf. Die Zwillinge Jona und Jano stritten sich die ganze Zeit. Birk putzte ständig seine dicke Brille und telefonierte die ganze Zeit mit seiner Mutter. Der dicke Tetje hat ununterbrochen gegessen. Lewin las in seinem Comic und verwuschelte mit seinen Fingern seine roten Haare.

Swanni, die Schwester von Lewin, schlenderte im Garten herum und fotografierte ab und zu. Matz war der Anführer der Bande, weil er immer einen Plan hatte. Er schoss mit einer Zwille auf eine selbst gemachte Zielscheibe. Hansi glotzte auf Brunos Horn und beobachtete dabei einen blauen Käfer. Schlaubi hustete, weil er Asthma hatte. Bubi, der eigentlich kein echter Milchpirat war, brachte den Materkater Erwin und Würstchen zur Party mit. Er war kein gewöhnlicher Junge. Alle Unfälle und Unglücke auf Ping und Pong haben mit ihm zu tun.

Aus Brunos Haus kamen plötzlich seltsame Geräusche. Bubi rief um Hilfe. Es stellte sich heraus, dass er sich sowohl im Haus als auch im Badezimmer eingeschlossen hatte. Und die beiden Schlüssel hatte er im Klo runtergespült. Das war aber nur ein ‚Versehen’. Die Kinder konnten ins Haus kommen, weil Tejte die Hintertür eingeschlagen hatte. Tetje sollte  auch die Badezimmertür eintreten. Aber es gelang ihm nicht. Er prallte von der Tür ab, rollte die Treppen hinunter und blieb regungslos liegen. Durch seinen Sturz gingen drei Holzstreben des Treppengeländers kaputt.

Schlaubi dachte, Tetje wäre tot, und fiel in Ohnmacht. Bruno rannte in die Küche, nahm ein Eimer mit Wasser und schüttelte es über Schlaubi. Schlaubi kam wieder zu sich, aber der Teppich war nass und die teure Tapete an der Wand fing an Wellen zu schlagen. Bruno machte seine Karatebewegungen, weil er wütend war. Dabei traf er mit seinem Handrücken Birkes Brille. Die Brille knackte und Birk fing an zu schreien. Seine Nase blutete und das Blut beschmutzte den nassen Teppich.

Weil Schlaubi kein Blut sehen konnte, ist er schon wieder in Ohnmacht gefallen. Mitten im Schlamassel klingelte das Telefon und Bruno nahm den Hörer ab. Seine Eltern sagten, dass Oma Hertha in einer knappen Stunde kommen würde, um nach ihm zu sehen. Plötzlich rochen alle Kinder von draußen Rauch. Es stellte sich heraus, dass Hansi Hunger bekam und sich Würstchen warm machen wollte. Er hielt die Dose über das Feuer und verbrannte sich dabei. Hansi lies die angebrannte Dose auf den Gartenstuhl von Brunos Papa fallen. Er wollte das Feuer löschen, verwechselte dabei aber Wasser mit Öl.

Bruno nahm den nassen Teppich und warf ihn ins Feuer. Damit hat er zwar das Feuer gelöscht, aber der Teppich war zerstört. Lewin, Schlaubi, die Zwillinge, Birk und Swanni sind nach Hause gegangen. Matz, Hansi und Tetje sind bei Bruno geblieben. Auf einmal stand Oma Hertha vor der Gartentür. Oma Hertha war die größte Tratschtante auf Ping und Pong. Sie hatte ein Hörgerät, einen Dutt auf dem Kopf, sehr weiße unechte Zähne und sie humpelte ein bisschen.

Matz und Bruno haben ihr erzählt, dass sie beim Spielen den Haustürschlüssel verloren hatten. Zum Glück hatte Oma Hertha einen Bund mit Ersatzschlüsseln vom ganzen Haus dabei. So lange Matz sie abgelenkt hatte, befreite Bruno Bubi aus dem Badezimmer. Matz hatte Oma Hertha einen Johanniskraut-Beruhigungstee gemacht und während sie schlief, reparierten die beiden Jungs alle Schäden im Haus, so gut sie konnten.

Am nächsten Morgen verbuddelten Matz und Bruno die Asche vom Lagefeuer auf dem Kompost. Auf den ersten Blick sah der Garten und das Haus normal aus, aber die Schlüssel fehlten nach wie vor. Als die Eltern von Bruno Heim kamen, sahen die beiden Schwestern von Bruno alle Schäden im Haus und verpetzten ihn. Die Eltern erteilten Bruno Fernsehverbot. Daraufhin beschlossen Matz und Bruno, Bubi nie mehr zu einer Piraten-Party einzuladen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es spannend und witzig geschrieben war. Zum Beispiel: Schlaubi ist ständig in Ohnmacht gefallen, das konnte ich mir sehr gut vorstellen. Besonders spannend fand ich es, wie man Bibi nach vielen Abenteuern doch aus dem Badezimmer befreit hatte. Es gibt von jedem Freund ein Bild am Anfang des Buches, diese Bilder sind ganz toll. Aber eigentlich ist das Buch ein Tagebuch von Matz. Aber es macht trotzdem Spaß, es zu lesen. Ich konnte mich sehr gut hineinversetzen. Ich würde das Buch allen Kindern empfehlen, die Abenteuergeschichten mögen!

Ron Joselowitsch, 9 Jahre

Bevor Kai Lüftner begann Kinder- und Jugendbücher zu schreiben, studierte er Sozialpädagogik und arbeitete unter anderem als Streetworker, Kabarettist und Alleinunterhalter, Sozialarbeiter, Pizza-Fahrer, Türsteher, Texter, Comedy-Autor, Musiker und Radioredakteur. Der zweite Band mit Abenteuern der Milchpiraten ist bereits erschienen.

Weiter Informationen zu den Milchpiraten findet ihr auf der offiziellen Website: http://www.diemilchpiraten.de/piraten1200.html

Kai Lüftner,  Illustrationen Judith Drews: Achtung, Milchpiraten!, Band 1, Ars Edition 2012, ab 6 Jahren, 12,99 €

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