„Das Wurzelkind“ von Kitty Crowther


KinderbuchtippEine Frau namens Leslie lebt ganz allein in einem tiefen Wald. Sie folgt der Spur des Fuchses. Sie will ihn erschießen, damit er nicht mehr ihre Hühner klaut. Auf einmal sieht sie einen Pilzkreis auf dem Boden. Sie ahnt nicht, dass es bedeutet, dass sie jetzt eine andere Welt betritt…

„Da dringt aus der Ferne ein seltsames Geräusch an ihr Ohr. Die Laute kommen aus einem Tunnel, dessen Eingang von Gestrüpp verdeckt ist. Weint da etwa jemand? Die Fuchsspuren verschwinden in der schwarzen Höhle. Leslie folgt ihnen. Ob Füchse wohl auch weinen?“

Leslie folgt den Fuchsspuren in einen dunklen Tunnel hinein, der unter die Erde führt. Sie sieht, dass er nicht von Tieren gegraben wurde, weil er keine Spuren von Krallen aufweist. Am Ende des Tunnels sieht sie ein Kind, das einer Wurzel ähnelt. Plötzlich sind bunte Blumen überall. Das geht eigentlich gar nicht, es gibt unter der Erde doch gar keine Sonne! Hier stehen auch Bäume, die Augen oder kleine Fenster haben. Das Wurzelkind erzählt Leslie, dass es seine Eltern verloren hat. Sie fragt, ob das Kind mit ihr nach Hause kommen will. Leslie weiß ja nicht, dass sie im Feenland ist, aber plötzlich schwebt eine kleine Fee mit zarten Flügeln von ihr. „Nur heute haben wir dir erlaubt, unser Land zu betreten“, sagt sie.

Leslie wacht dann plötzlich an einer ihr vertrauten Stelle im Wald auf. Das Wurzelkind hüpft auf ihrem Bauch herum und ruft: “Ich hab Hunger, mir ist kalt!“ Leslie geht mit dem Kind nach Hause und näht Kleider für das Kind und kocht Essen. Die beiden leben und spielen zusammen. Leslie sah am Anfang fast wie eine Oma aus, aber jetzt wird sie immer jünger.

Aber in einer Nacht kommen die Wurzelmenschen und holen das Kind ab. Es freut sich, seine Eltern wieder zu sehen, aber es ist auch ein bisschen traurig, weil es Leslie verlassen muss. Leslie entschließt sich danach, ins nächste Dorf zu ziehen, weil sie nicht mehr alleine sein möchte.

Wir fanden das Buch sehr gut, aber auch ein bisschen traurig, weil das Wurzelkind gehen musste. Aber das Ende ist wieder schön, weil Leslie wohl einen Mann gefunden hat und sie das Wurzelkind jedes Jahr ein Mal besucht. Die Bilder passen sehr gut zu der Geschichte. Sie sind so schön gemalt, mit vielen Blumen und Bäumen und Pilzen. Überall gibt es Vögel und Feen, es sieht so geheimnisvoll aus. Man kann immer noch was entdecken. Manche Pflanzen gibt es so vielleicht gar nicht. Eine Blume sieht aus wie eine aufgeschnittene Gurke, die fanden wir besonders gut. Aber eines ist unlogisch: Am Anfang heißt es, der Wald sei so groß, dass er kein Anfang und kein Ende hat. Aber wie kann Leslie dann am Ende da hinauskommen? Vielleicht mit Hilfe der Feen und des Wurzelkindes…

Henriette, 7 Jahre, und die Kinder des LIN-Leseclubs des Königin-Luise-Stiftes (1. / 2. Klasse)

Kitty Crowther, Das Wurzelkind, Aladin Verlag 2014, € 12,90, ab 5 Jahren

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