„Schwupp und weg“ (Bd. 1) von Philip Reeve/ Sarah McIntyre (Ill.)


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Oliver hat das Entdeckerleben von Grund auf satt. 10 Jahre lang ist er mit seinen Eltern auf Entdeckungsexpeditionen rund um die ganze Welt unterwegs gewesen. Nun haben seine Eltern beschlossen, endlich sesshaft zu werden und in ihr schönes altes Haus am Rande der Tiefwasserbucht zu ziehen. Oliver freut sich darauf, endlich mal in Ruhe zuhause sein zu können, aber seine Hoffnung wird bald enttäuscht. Kurz nach ihrer Ankunft sind seine Eltern schon wieder verschwunden und für Oliver beginnt eine abenteuerliche Suche nach ihnen…

„Der Strand lag lang und still und komplett elternleer da. Das orangefarbene Schlauchboot schrappte über den Sand. Die kleinen Wellen legten immer wieder hübsche Zierdeckchen aus Schaum darunter.
Oliver zog das Boot an Land und überlegte, was nun zu tun sei. Dann fiel ihm auf, dass sich in der Bucht noch eine einzige Insel befand. Es war die kleinste und flachste und uninteressanteste, die eine, die seine Eltern links liegen gelassen hatten, als sie losgezogen waren, um die größeren zu erforschen. Selbst vom Ufer aus, geblendet von der tief stehenden Sonne, konnte Oliver erkennen, dass seine Eltern sich nicht auf dieser Insel befanden. Aber vielleicht konnte er dort einen Hinweis darauf finden, wohin sie verschwunden waren…“

Die meisten Leute wären sicher sehr erschrocken, wenn ihre Eltern mitsamt einem Haufen unbekannter Inseln verschwinden würden. Sie würden wahrscheinlich überlegen, die Polizei zu rufen oder die Küstenwache. Oder sie würden einfach nervös herumrennen und schreien. Aber Oliver war da anders. Oliver hat Eltern, die Entdecker sind, und ist von klein auf ständig mit ihnen auf Reisen gewesen. Er sehnt sich nach einem normalen Leben mit Schule, Freunden und einem Zuhause. Als seine Eltern feststellen, dass es auf der Welt für sie nichts mehr zu entdecken gibt, beschließen sie, endlich in ihr Haus an einer schönen Meeresbucht zu ziehen.
Nur kurz wollen die Eltern noch eine Insel in dieser Bucht erkunden, doch plötzlich sind sie verschwunden und Oliver macht sich auf die Suche nach ihnen. Er findet einen sprechenden Vogel namens Mr. Culpeper, lernt die kurzsichtige Meerjungfrau Iris kennen und trifft auf die erstaunlichen Schlenderinseln. Gemeinsam bestehen sie ein spannendes Abenteuer, bei dem sie den grausigen Blutfels besiegen müssen, um Olivers Eltern zu retten.

Uns hat die Geschichte sehr gefallen, weil sie aufregend und einfallsreich erzählt ist. Es kommen viele fantasievolle Wesen mit lustigen Namen und Eigenschaften vor. Besonders hat uns die Idee der Schlenderinseln, die im Meer umherwandern, gefallen. Die Begegnung mit dem bösen Blutfels und seinen schrecklichen Bewohnern, den Seegrasaffen, war äußerst spannend.
Es gibt zahlreiche witzige Zeichnungen im Buch, die alle in nur wenigen Farben – blau, schwarz, weiß, grau – gemalt sind. Das passt zwar zum Thema Meer und wirkt kunstvoll, manchmal wünschte man sich aber, die Szenen in natürlichen Farben zu sehen. Die Figuren haben kleine Körper im Gegensatz zum großen Kopf mit riesigen Glupschaugen. Dadurch wirken sie sehr lustig. Es gibt auf den Bildern so viel zu entdecken, dass man sie gerne öfter anschaut.

Wir empfehlen das Buch allen Kindern ab 7 oder 8 Jahren, die Abenteuergeschichten lieben und Spaß an Fantasiewesen haben.

Adam, Bennet, Cosima, Julian, Lynn, Oscar, Vivienne und Yena, Leseratten der 3. Klasse aus der Erich-Kästner-Grundschule in Berlin-Dahlem, Gruppenbuchtipp, 3. Klasse

Philip Reeve/ Sarah McIntyre (Ill.), Schwupp und weg (Bd. 1), Dressler 2014, € 12,95

Viele Informationen zum Buch „Schwupp und weg“, zum Autor und zur Illustratorin in dem Buch-Spezial des Dressler Verlags:

http://www.dressler-verlag.de/buecher/specials/schwupp-und-weg.html

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