„Mit Worten kann ich fliegen“ von Sharon M. Draper


Mit_WortenMelody Brooks sitzt im Rollstuhl und ist ein bisschen „gestört“. Sie kann weder laufen noch sprechen, sie kann nicht zur Toilette gehen oder alleine essen. Die Menschen um sie herum nehmen sie nicht wirklich Ernst, obwohl sie sehr schlau ist. Aber sie kann das den Anderen nicht mitteilen.

„Worte. Ich bin umringt von Tausenden von Worten. Vielleicht Millionen.

Kathedrale. Mayonnaise. Granatapfel.

Mississippi. Neapolitaner. Nilpferd.

Seidig. Furchterregend. Schillernd.

Kitzeln. Niesen. Wünschen. Sich Sorgen machen.

Jedes Wort, das meine Eltern zu mir oder über mich gesagt haben, habe ich aufgesogen und aufbewahrt und erinnere mich daran. Aber nur in meinem Kopf.

Ich habe nie ein einziges Wort gesprochen. Ich bin fast elf Jahre alt.“

Ihre Mutter, ihr Vater und ihre kleine Schwester verstehen Melody auch ohne Worte. Sie zeigt einfach auf die Dinge, die sie haben will oder tun möchte und dann wissen sie, was Melody will. Außerdem hat Melody immer eine kleine „Kommunikationstafel“ dabei, auf die sie ihre Wünsche aufschreiben kann. Die hat sie von Victory, ihrer Nachbarin bekommen. Victory kümmert sich manchmal um Melody und trainiert mit ihr, zum Beispiel aus dem Rollstuhl zu fallen ohne, sich weh zu tun.

Melody geht auf eine ganz normale Schule, allerdings lernt sie schon seit 3 Jahren immer dasselbe, denn sie ist in einer besonderen Klasse, in der nur behinderte Kinder sind. Deshalb freut sie sich, als sie eines Tages zusammen mit den „normalen“ Kindern die Musik-AG besuchen darf. Aber sie hat auch Angst, dass die andern Kinder sie auslachen oder gemeine Sachen zu ihr sagen.

Die meisten Kinder in der Musik-AG behandeln Melody wie Luft, nur Rose bietet ihr einen Platz neben sich an. Sie wird später sogar Melodys Freundin und verteidigt sie, wenn die Klassen-Anführer Claire oder Connor Melody nachmachen oder sie verspotten.

Eines Tages passiert etwas sehr Schönes: Melody bekommt einen Medi-Talker. Das ist eine Maschine, in die Melody Wörter und Sätze eintippen kann und die Maschine spricht sie dann für sie aus. So kann Melody über die Maschine sprechen und die Anderen können hören, was sie sagen will. Jetzt kann sie den Anderen in der Schule endlich zeigen, wie schlau sie ist.

Als die Schule sich an einem Wettbewerb beteiligt, wer die schlauesten Schüler hat, wird Melody sogar ins Team gewählt. Bei einem Test ist sie die Einzige, die 100 Punkte bekommt – das hat bisher nie ein Schüler an dieser Schule geschafft. Deshalb kommen jetzt plötzlich ganz viele Reporter an die Schule und wollen mit Melody reden. Melody ist stolz und sehr glücklich, sie fühlt sich endlich wie ein ganz normales Mädchen. Doch dann passiert eine sehr traurige Sache. Aber das darf ich ja noch nicht verraten.

Ich finde das Buch richtig cool. Ich hab angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Da stehen lustige Sachen drin und auch traurige. Manchmal ist es auch sehr spannend und man fühlt sich so richtig in die Geschichte hinein gezogen. Es ist schade, dass es keine Bilder in dem Buch gibt, aber es ist auch nicht so schlimm. Mir kommt es darauf an, dass es ein gutes Buch und toll geschrieben ist.

Sudenaz Onart, Moers, 10 Jahre alt

Sharon M. Draper, Mit Worten kann ich fliegen, Ueberreuter Verlag 2014, ab 11 Jahren, 14,95 €

 
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