„Der Hühnerdieb“ von Béatrice Rodriguez


Der_HühnerdiebDer Bär hat heute Fieber und hustet furchtbar. Die Hühner spielen mit ihren Küken und der Osterhase schaut aus dem Fenster. Es ist ein ruhiger Tag.Der kleine Hase geht auf Jagd. Doch unbemerkt von den anderen Tieren, pirscht sich der Fuchs an den Bauernhof heran und stiehlt ein Huhn während der Bär und der Hase gemütlich frühstücken. Der Hahn, der die Entführung bemerkt, schreit sich heiser und der Bär springt von seinem Stuhl auf. Gemeinsam rennen der Bär, der Hase und der Hahn hinter dem Fuchs her in den Wald. 

Die Vögel in den Bäumen schauen ganz aufgeregt. Das entführte Huhn möchte gerne schreien, kann es aber nicht, weil der Fuchs seinen Schnabel mit der Pfote zudrückt. Es ist Abend geworden und der Bär, der Hase und der Hahn stampfen auf der Suche nach dem Fuchs müde durch den Wald. Dort ist es nun sehr dunkel geworden, nur zwischen manchen Bäumen scheint ein wenig Licht und von überall schauen Vögel zu. Der Fuchs klettert auf einen Baum, hält das Huhn fest in den Händen und schläft ein. Auch die drei Freunde, die den Fuchs gemeinsam verfolgen, sitzen auf einem Baum, der Hahn hat es sich sogar ganz oben in einer Baumkrone bequem gemacht.
 Gleich am nächsten Morgen geht die Jagd weiter. Der Fuchs rennt auf einen Berg und flüchtet in eine Höhle. Als Bär, Hase und Hahn endlich ebenfalls oben auf dem Berg sind, haben es sich das Huhn und der Fuchs bereits in ihrem Versteck in der Höhle gemütlich gemacht und spielen Schach. Leider ist der dicke Bär im Eingang der Höhle stecken geblieben und muss von Hase und Hahn wieder herausgezogen werden. So haben es Fuchs und Huhn in dieser Nacht schön warm und hell am Feuer in der Höhle, während die drei Verfolger draußen vor der Höhle trotz Feuer ziemlich frieren und dabei aufs Meer schauen. Der Mond steht als Viertelmond am Himmel und die Berge sehen riesengroß aus.
Sobald es am nächsten Morgen hell wird, versucht der Hase den steilen Berg hinunter zu hoppeln, der Hahn hüpft hinunter und der Bär rutscht einfach hinab. Die Sonne steht schon hoch am Himmel als der Fuchs, der immer noch ein bisschen Vorsprung hat, zu einem Boot rennt, das am Strand liegt. Der Fuchs ist fast dort angekommen als der Bär in den Ausgang des Tunnels rutscht, den der Fuchs gegraben hat, um mit dem Huhn die Höhle zu verlassen. Das Huhn fährt gemütlich mit dem Fuchs im Boot aufs Meer. Jetzt scheint das Huhn die gemeinsame Reise mit dem Fuchs, der es eigentlich fressen wollte, richtig zu genießen, denn es trägt eine Sonnenbrille und sieht aus wie im Urlaub. Da es kein zweites Boot am Strand gibt, muss der Bär als Boot für Hahn und Hase einspringen. Die drei kommen dann mitten in einen Sturm mit hohen Wellen, während Huhn und Fuchs im Sonnenschein rudern. Mittlerweile ist es Nacht geworden und der Mond scheint. Auch die drei Verfolger sind nun endlich am Ufer angekommen. Völlig erschöpft schauen sie durch ein erleuchtetes Fenster in ein Haus unter einer Baumwurzel. Der Bär hat ein Stück Holz in der Hand, vielleicht will er es als Knüppel benutzen. Als Bär, Hase und Hahn wütend in das Haus stürmen, denn endlich haben sie Fuchs und das entführte Huhn gefunden, sitzen die beiden gemütlich vor dem Kaminfeuer und trinken Tee. Als Fuchs und Huhn den drei Verfolgern erklären, dass sie sich auf der Reise ineinander verliebt haben und sich dann auch noch küssen, fällt der Hahn in Ohnmacht, der Bär schaut traurig und der Hase kann sich das Lachen kaum verkneifen. Jetzt sitzen sie alle drei zusammen mit dem Feuer und trinken eine Tasse Tee. Richtig glücklich sehen aber nur Fuchs und Huhn aus. Hahn guckt ganz grimmig und ist ziemlich sauer.

 Da Huhn beschließt beim Fuchs wohnen zu bleiben, verabschiedet es sich am nächsten Morgen vom Bären, Hasen und immer noch sehr traurigen Hahn, der nicht einmal zurückwinkt. Die drei fahren mit dem Boot wieder nach Hause. Zurückbleiben der glückliche Fuchs und seine neue Freundin, das Huhn.

Bewertung:
 Wir empfehlen das Bilderbuch ohne Text schon für jüngere Kinder unter 5 Jahren. Uns hat das gemeinsame Geschichtenerzählen zu den Bildern sehr viel Spaß gemacht. Besonders gut hat uns in der Geschichte und den manchmal ziemlich dramatischen Bildern gefallen, dass der Hahn so grimmig war und dass sich Fuchs und Huhn ineinander verliebt haben.

Ben, Jost, Justus, Katharina, Kellin, Lilly, Luis, Luise, Leseratten der 1.-3. Klasse an der Clemens-Brentano-Grundschule in Berlin-Lichterfelde

Béatrice Rodriguez, Der Hühnerdieb, Peter Hammer Verlag 2008, € 9,90, 24 Seiten, ab 4 Jahren

 

Advertisements

Ein Gedanke zu „„Der Hühnerdieb“ von Béatrice Rodriguez

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s