Literatur Live Cornelia Funke, „Reckless“ – Buchpräsentation und Lesung im Theater an der Parkaue Berlin


Reckless3Cornelia Funke, derzeit erfolgreichste deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin (50 Bücher, 20 Millionen Gesamtauflage), kommt nach Berlin! Sie präsentiert gemeinsam mit dem Hörbuchsprecher & Schauspieler Rainer Strecker den dritten Teil ihrer Reihe »Reckless – Das Goldene Garn« live im THEATER AN DER PARKAUE.

Baba Jagas, Kosaken, Spione und ein Zar, der zu Audienzen in Begleitung eines Bären kommt. Diesmal führt die Reise hinter dem Spiegel Fuchs und Jacob weit nach Osten. Auch Will kehrt zurück in die Welt, die ihm eine Haut aus Jade gab – auf der Spur der Dunklen Fee. Aber den Zweck der Reise bestimmt ein anderer: Johann Norebo Earlking hat den Handel nicht vergessen, den Jacob im Labyrinth des Blaubarts mit ihm geschlossen hat, und er lehrt Jacob und Fuchs mehr über Erlelfen, als sie je erfahren wollten.

Russische Märchen, goldene Türme, düstere Wälder – Cornelia Funkes Sprachzauber ist wieder entflammt.

Cornelia Funke ist die international bekannteste und erfolgreichste deutsche Kinderbuchautorin. Zu ihren großen Erfolgen zählen DRACHENREITER, die Reihe DIE WILDEN HÜHNER und HERR DER DIEBE. Ihre TINTENWELT-Trilogie stand weltweit auf den Bestsellerlisten. Im Herbst 2010 erschien RECKLESS – STEINERNES FLEISCH, der Auftakt zu einer neuen Bestseller-Serie. Über 50 Bücher hat Cornelia Funke mittlerweile geschrieben, die in mehr als 40 Sprachen erschienen sind. Zahlreiche Titel wie z.B. HÄNDE WEG VON MISSISSIPPI, HERR DER DIEBE und TINTENHERZ wurden verfilmt.

Der vielfach ausgezeichnete Schauspieler und Hörbuchsprecher Rainer Strecker hat den Figuren aus Tintenherz und Reckless seine Stimme gegeben und sie so für viele Fans auf unvergessliche Weise zum Leben erweckt.

Weitere Informationen unter www.funke-reckless.de

7. März, 16 Uhr, Bühne 1, Theater an der Parkaue, Parkaue 29, 10367 Berlin, ab 14 Jahren

Literatur live – eine neue Reihe von Lesungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, in Zusammenarbeit mit Thalia Berlin, nächster Termin: 15.03.2015, Paul Maar, „Der Galimat und ich“

Leseprobe

„In einem Museum konnte man vergessen, in welcher Welt man war, aber draußen auf der Treppe erinnerte Jacob der Verkehrslärm so abrupt daran, wo er sich befand, dass er kaum wusste, wohin mit dem Heimweh. Nicht dass es in den Straßen von Vena oder Lutis weniger laut zuging, es war überraschend, wie viel Lärm Kutschen und Droschken fabrizierten. Unter ihm drängten sich die Menschen auf den weiten Bürgersteigen, unterwegs zu U-Bahn-Stationen und Kaffeeständen, aber er sah im Geist schon die Ruine vor sich und die Dächer von Schwanstein in der Ferne. Als er Clara am Fuß der Treppe entdeckte, stolperte er vor Überraschung in einen Touristen hinein, der ihm auf den Stufen entgegenkam.

Will? Jacobs Herzschlag beschleunigte sich mit all der Sorge, die er im Zaum hielt, seit er seinen Bruder durch den Spiegel zurückgeschickt hatte. Es war zu albern, wie ihn jede ungewohnte Geste, jeder Gesichtsausdruck, der nicht vertraut schien, an die Augenblicke im Palast in Vena erinnerte, in dem Will ihn fast getötet hätte. Aber Clara lächelte ihm beruhigend zu, und er verlangsamte seinen Schritt, bevor er auf der Treppe über die eigenen Füße stolperte. Was tat sie hier, wenn es nicht um Will ging?

Ja was, Jacob. Oh, er konnte so ein Idiot sein. Er tappte ahnungslos wie ein Welpe in die Falle, das Gesicht am Fuß der Treppe schien so vertraut. Es erinnerte ihn immer noch an alles, was sie gemeinsam durchgestanden hatten. Selbst das Lerchenwasser hatte der Weichzeichner Zeit zu einer angenehmen Erinnerung gemacht. Es fiel ihm auf, dass sie trotz des warmen Sommermorgens lederne Handschuhe trug, aber er dachte sich nichts dabei.

»Was tust du so früh am Morgen in einem Museum?«

Selbst die Frage machte Jacob noch nicht misstrauisch. Aber dann küsste sie ihn auf die Lippen.

»Mach es einfach wie bei den Einhörnern«, flüsterte sie ihm zu.

Dann stieß sie ihn zwischen die fahrenden Autos.
Kreischende Bremsen. Hupen. Schreie. Vielleicht sein eigener.
Er schloss die Augen zu spät.
Spürte, wie ihm ein Kühler den Arm brach.
Metall und Glas.“

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