„Tinni und Sniffer“ von Torgeir Berge und Berit Hellberg


Tinni-Sniffer-Torgeir-Berge-Berit-Helberg.16751Eigentlich können Füchse und Hunde ja keine Freunde sein, aber in Norwegen ist es trotzdem geschehen: Die Schäferhündin Tinni und der kleine Fuchs Sniffer haben sich angefreundet. Der norwegische Fotograf Torgeir Berge hat die wahre Geschichte der abenteuerlichen Freundschaft in Fotos festgehalten. Daraus ist ein Buch entstanden, das die Schwestern Helene und Nora gelesen haben und uns vorstellen…

Es ist ein schöner Sommertag, als Tinni und Sniffer sich kennenlernen…Tinni, die Schäferhündin und ihr Herrchen Torgeir gehen spazieren…

„Etwas kommt plötzlich aus den Büschen gesprungen, und zack! Schon schnappt es in ihre Richtung! Tinni aber bleibt ruhig und gelassen, ja sie schnappt nicht einmal zurück. Bevor sie richtig weiß, was hier eigentlich los ist, steht schon ein kleines Füchslein neben ihr.“ (Zitat Buch)

Das kleine Füchslein hat wahrscheinlich seine Mutter verloren und könnte alleine gar nicht überleben. Torgeir stellt ihm immer etwas Futter hin, das Tier fasst Vertrauen, nistet sich unterm Schuppen ein, und bald passiert das Wunderbare – die Schäferhündin Tinni und der kleine Fuchs Sniffer werden Freunde und haben ziemlich viel Spaß miteinander:

„Weil sie jemand zum Spielen haben und weil sie Freunde sind und das ist dann auch viel schöner, wenn man Freunde hat.“

„Im Winter laufen auch auf dem See, wenn der zugefroren ist. Aber sie können nicht erkennen, dass sie das sind, die sich im Wasser spiegeln. Dann wundern sie sich immer. Tinni denkt dann, das wäre halt ein anderer Fuchs und der würde ihm alles nachmachen.“

Eines Tages sehen sie einen unbekannten Mann im Wald, und der hat einen glänzenden Stock über der Schulter hängen. Zuerst ist Sniffer nur verwundert:

„Aber als Tinni gesagt hat, dass das ein Gewehr ist, hatte er auch Angst.“

…Angst vor den Menschen, denn die sind auch manchmal sehr brutal:

„Sie erschießen die Tiere und manchmal ziehen sie dann die Pelze ab und machen daraus einen Teppich oder vielleicht auch Felle draus zum Umhängen und Mäntel.“

Sniffer passiert nichts, er kann rechtzeitig weglaufen, aber er wird älter und natürlich ist das freie Leben im Wald auch manchmal gefährlich, wie in dem Buch erzählt wird:

„Seine vielen Wunden zeigen deutlich, dass er mit vielen anderen Füchsen kämpfen musste. Trotzdem ist Sniffer ein glücklicher Fuchs, so wie er hier sitzt, zufrieden in seinen Wald hinein schaut und fröhlich die frische Luft einatmet. Er hat keine Ahnung, wie gut er es hat, dass er in der Freiheit lebt und überall dorthin laufen kann, wohin er gerade möchte.“ (Zitat Buch)

Klar, den Tieren in der Stadt ergeht es ganz anders, weiß Helene:

„Ich wohne in der Stadt und dort findet man halt einfach nicht einfach solche Tiere, die so im Wald rum tollen können. Bei uns sind die Hunde fast immer an der Leine und ich hab auch nie Füchse gesehen. Die Hunde im Park können eigentlich auch gar nicht richtig so viel Auslauf haben. Das ist längst nicht so schön.“

In dem Buch kann man viel über Tiere und das Leben in freier Natur lernen:

„Man erfährt, dass auch Hunde und Füchse miteinander befreundet sein können…eigentlich ist Tinni nur ein Haustier. Füchse sind ja eigentlich gar keine Haustiere, sondern leben eigentlich in der Natur leben und im Wald. Mit Menschen leben Füchse eigentlich gar nicht, aber irgendwie, in dem Buch schon, ein bisschen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist spannend, weil sonst erlebt man so was ja auch gar nicht.“

Auf fast jeder Seite des Buches sind auch viele Fotos zu sehen, z.B. wie Tinni und Sniffer auf Wurzeln herum klettern, an Blumen riechen oder Mäuse fangen:

„Ich find die Fotos in dem Buch auch sehr schön, weil die ja selbst fotografiert sind. Auf fast jeder Seite sind Fotos von den beiden, die auch wirklich so beschreiben, was die grad machen. Die Geschichte ist wahr und das ist auch schon richtig toll.“

Am Ende ist Sniffer erwachsen und hat nicht mehr ganz so viel Zeit für seine Freundin Tinni:

„Ich glaube, Tinni und Sniffer bleiben für immer dicke Freunde.“

Helene (9) und Nora (7), (aufgeschrieben von Regine Bruckmann)

Tinni und Sniffer von Torgeir Berge und Berit Hellberg, Narayana Verlag 2014, € 19,95, ab 6 Jahren

Auf youtube könnt ihr euch einen kleinen Film mit Tinni und Sniffer anschauen und das Lied dazu hören:

„Sie sind zwar ganz verschieden, doch wo immer sie auch gehen, dass können alle Kinder sofort sehn, dass hier zwei sind, die sich super gut verstehn.“

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