„Hieronymus“ von The Tjong Khing, empfohlen von den Kindern der Nord-Grundschule


ehieronymus1in Junge geht aus seinem Haus, mit seinem Hund, seinem Ball und seinem Rucksack. Er möchte vielleicht einen Ausflug machen. Er kommt an eine Klippe, der Ball fällt hinunter, der Junge versucht ihn aufzufangen und fällt hinterher. Der Hund bleibt oben auf dem Felsen und schaut hinterher.

Der Junge fällt und fällt und als er unten in einem See landet, ist er in einer geheimnisvollen Geisterwelt. Da gibt es Drachen, ein Einhorn, einen sehr seltsamen Fisch und eine Echse. Die ist in Wahrheit eine Hexe und lacht immer so böse. Sie verwandelt sich auf jeder Seite und wird immer anders. Irgendwann sieht sie aus wie eine nette Frau, aber ihr Echsenschwanz ist immer noch da. Den versteckt sie super gut.

hieronymus_2Die Hexe hat alle Kinder gestohlen, die es da gab: ein Engelskind, ein Riesenkind und ein Kind von einem Sänger. Die Eltern weinen alle. Der Junge will die Kinder zurückholen, aber er wird selber gefangen. Die Echsen-Hexe will den Jungen in die Suppe tun. Sie hat ein Rezept für Kindersuppe. Vier Kinder braucht sie dafür. Die Kinder stecken alle in Käfigen. Drei Kinder hat sie schon, mit dem Jungen sind es vier. Aber der Junge kann sich selbst befreien und die anderen Kinder auch. Wie er das macht? Er hat einem Bösewicht, der hinter ihm her war, Kuchen gegeben und dafür eine scharfe Zange bekommen. Damit schneidet er die Käfige auf. Als der Junge die Kinder ihren Eltern zurückbringt, werden sie von der Hexen-Echse verfolgt. Aber alle Eltern kämpfen jetzt zusammen gegen die Echse und besiegen sie. Am Ende sitzt sie gefesselt in einer Schubkarre. Die Engelmutter fliegt mit dem Jungen die Klippe hoch. So kommt er wieder nach oben in seine Welt.

hieronymus_3Das Buch hat keinen Text, nur Bilder, ist aber trotzdem wunderschön. Die Bilder kann man sich jahrelang angucken, so viele Sachen kann man darauf entdecken. Uns hat gut gefallen, dass da so komische Wesen sind. Manche Bilder sind unheimlich. Das Haus von der Echse sieht z.B. aus wie ein Tier oder ein Knochen. Und in den Bergen rundherum ist Feuer, wie von einem Vulkan, aber nur in der Nacht (vielleicht geht das Feuer an um Punkt Mitternacht? Das ist nicht unheimlich, aber spannend.) Uns hat auch gut gefallen, dass der Junge keine Angst hat und am Ende die Kinder befreit. Und dass die Echse sich immer weiter verwandelt in eine Frau. Wir empfehlen das Buch sehr zum Anschauen. Man versteht die Geschichte auch ohne Text. Man muss sich die Bilder immer wieder angucken und hin und zurückblättern. Das macht Spaß. Vielleicht entdeckt ihr dann auch den Fußball des Jungen auf jeder Seite?

Das Buch heißt Hieronymus, aber ob der Junge auch Hieronymus heißt, wissen wir nicht. Auf jeden Fall gab es vor langer Zeit einen berühmten Maler, der so ähnliche Bilder gemalt hat, wie in dem Buch. Der hieß Hieronymus Bosch.

Empfohlen von den Kindern des Leseclubs der 1. Klasse, Nord-Grundschule Berlin

(Wir haben schon ein Buch aus dem Moritz Verlag gelesen, das hieß „Medusenkind“. Das hat uns auch sehr gut gefallen.)

The Tjong-King, Hieronymus, Ein Abenteuer in der Welt des Hieronymus Bosch, Moritz Verlag Februar 2016, 14,95 €, ab 5 Jahren

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