„Luftkinder“ von Ysabel Fantou, empfohlen von den Kindern der Nord-Grundschule


LUFTKINDERAntonia geht im Wald spazieren. Sie kommt zu einer Lichtung, wo sie noch nie vorher war. Da zerplatzt etwas auf ihrer Nase. Das waren Seifenblasen!

Sie schaut nach oben und entdeckt ein Schloss in den Bäumen. Da will sie unbedingt hin.

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Sie klettert hoch und oben sieht sie ihre Freundin Anna. Die ist ein Luftkind! Vorher war sie gestorben, weil sie so ne Krankheit hatte, Blutkrebs heißt das. Sie war auch im Krankenhaus. Antonia freut sich ganz doll, ihre Freundin wiederzusehen.

Luftkinder_Seite6Anna hat ein buntes Kleid an. Sie spielen, essen Zuckerwatte und hüpfen auf dem Trampolin. Das ist ein schöner Nachmittag. Aber dann kommt der Abend, es wird dunkel und Antonia hat keine Zeit mehr. Sie sagt: „Ich muss hoch, die Luftkinder fangen an Plätzchen zu backen.“

Antonia geht nach Hause und spürt auf dem Weg einen Luftzug. Das ist Anna. Sie hatte zum Abschied gesagt: „Wenn du an mich denkst, dann bin ich hier und warte auf dich.“

In Echt ist Anna gestorben und Antonia hat sie nie wiedergesehen. Sie hat sie wieder gesehen in dem Schloss. Aber nur in der Geschichte. Antonia ist nicht mehr traurig, weil sie weiß, dass ihre Freundin bei ihr ist. Ich finde gut an dem Buch, dass es gut ausgegangen ist. Ich finde schön, dass die beiden sich mal wieder treffen. Geschichten gehen immer gut aus. Geschichten für Kinder.

Gedanken zum Thema Alt werden und Sterben:

In Zehlendorf gibt es Menschen, die sind 102 Jahre alt. Eigentlich stirbt man ja mit 80 oder 90 oder so. Vielleicht 99, da ist man auch schon sehr alt. Wenn man alt wird und so krank, dann kann man sterben.

Meine Oma ist gestorben, in einem Auto. Sie ist von der Arbeit gekommen und im Auto ohnmächtig geworden. Sie hat noch ein Riesenunfall gebaut. Ich war noch ein Baby und hatte die Oma nur einmal gesehen.

Sascha von meiner Kita kann nicht gut schwimmen und wäre einmal fast ertrunken.

Ich möchte 1000 Jahre alt werden. Oder 10 Millionen.  Oder 1000 Millionen. Die Wespe stirbt schon in zwei Wochen. Zum Glück bin ich keine Wespe.

Ich finde Sterben nicht so schlimm. Das Leben ist auch schön, aber manchmal denke ich, ich sterbe morgen.

Ich lebe gerne, weil wenn man stirbt, kommt man nicht zurück in die ganze Welt. Man ist noch in der Welt, aber auf dem Friedhof.

Ich finde das Leben schon schön, aber ich finde das auch interessant, was passiert, wenn man tot ist. Ich würde gerne mal Gott sehen.

Dann kommt man in den Himmel!

Ich denke, dass da eine ganz schöne Stadt ist, fast so wie bei uns unten.

Aber wenn man stirbt: Der dann noch lebt, der ist traurig.

Die Kinder des Leseclubs der Nord-Grundschule, 1. Klasse, Emma, Theo, Vera, Greta, Klara, Luisa

„Luftkinder“ von Ysabel Fantou (Text) und Antonia Simon (Illustration), Susanna Rieder Verlag, München März 2016, € 12,95, ab 4 Jahren

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